Dimensionierung von Rohren und Kanälen

Rohre und Kabelkanäle schützen und führen Kabel, doch dicht gepackte Leiter verringern ihre Strombelastbarkeit und erschweren das Einziehen. Sie richtig zu dimensionieren gehört zu einer normgerechten Installation.

Häufung senkt die Belastbarkeit

IEC 60364-5-52 verringert die tabellierte Strombelastbarkeit, wenn sich mehrere Stromkreise ein Rohr teilen oder gebündelt verlegt sind (der Häufungsfaktor). Mehr Stromkreise bedeuten mehr gegenseitige Erwärmung und einen niedrigeren korrigierten Wert Iz — so kann Häufung einen größeren Querschnitt erzwingen.

Füllfaktor

Ein Rohr sollte nicht bis zum Anschlag gefüllt sein. Ein üblicher Richtwert in der Praxis ist ein Füllfaktor von etwa 40 % bei mehreren Kabeln; so bleibt Platz, um die Leiter beschädigungsfrei einzuziehen und die Wärme abzuführen. Bei Kabelkanälen gilt eine ähnliche Vorgabe für die belegte Querschnittsfläche.

Gängige metrische Rohrgrößen

Starre und flexible Rohre werden nach dem Außendurchmesser in Millimetern bemessen — 16, 20, 25, 32, 40 und 50 mm sind üblich. Für größere Trassen und Unterverteilungen kommen Kabelrinnen, Kabelleitern oder Kanäle zum Einsatz, die für Anzahl und Größe der Kabel bemessen sind.

Praktische Hinweise

Halten Sie Biegungen innerhalb des Mindestbiegeradius des Rohres, sehen Sie Ziehpunkte bei langen oder kurvenreichen Trassen vor und trennen Sie Energie- von Datenleitungen, um Störungen zu begrenzen. Dimensionieren Sie für die endgültige Kabelanzahl plus einen Zuschlag für künftige Stromkreise.

An Ihre konkrete Installation anpassen

Öffnen Sie den Rechner, um Kabellänge, Umgebungstemperatur, Häufung und Isolationsart für Ihre Leitung zu berücksichtigen.

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