Rechner für die Schutzeinrichtung
Die Schutzeinrichtung (ein LS-Schalter oder eine Sicherung) muss das Kabel gegen Überlast und Kurzschluss schützen. Nach IEC 60364 wird sie passend zum Leiter gewählt, nicht umgekehrt. Der Hauptrechner zeigt für jedes Ergebnis die empfohlene Schutzeinrichtung an.
Die Abstimmungsregel In ≤ Iz
Drei Bedingungen müssen erfüllt sein: Der Bemessungsstrom Ib ≤ Nennstrom In der Schutzeinrichtung; In ≤ korrigierte Strombelastbarkeit Iz des Kabels; und die Einrichtung muss einen Fehler abschalten. Kurz gefasst: Ib ≤ In ≤ Iz. Eine überdimensionierte Schutzeinrichtung an einem kleinen Kabel hebt den Überlastschutz auf.
Genormte Nennströme nach IEC
Übliche Nennströme von Leitungsschutzschaltern sind 6, 10, 16, 20, 25, 32, 40, 50 und 63 A. Wählen Sie den kleinsten genormten Nennstrom, der dem Bemessungsstrom entspricht oder darüber liegt, und stellen Sie anschließend sicher, dass der korrigierte Wert Iz des Kabels ihn erreicht oder übersteigt.
Dauerlasten
Lasten, die über lange Zeiträume laufen (Elektrofahrzeug-Ladung, elektrische Heizung), werden mit einem Zuschlag dimensioniert. Die Anwendung eines Faktors von 1,25 auf den Betriebsstrom hebt sowohl die Schutzeinrichtung als auch das Kabel um eine Stufe an und entspricht damit internationaler Praxis.
Selektivität und Auslösecharakteristiken
Stimmen Sie vor- und nachgeschaltete Schutzeinrichtungen so ab, dass nur die dem Fehler am nächsten gelegene Einrichtung auslöst (Selektivität). Die Auslösecharakteristiken von LS-Schaltern (B, C, D) werden nach dem Einschaltstrom der Last gewählt — B für ohmsche Lasten und Beleuchtung, C für allgemeine und leichte Motorlasten.
An Ihre konkrete Installation anpassen
Öffnen Sie den Rechner, um Kabellänge, Umgebungstemperatur, Häufung und Isolationsart für Ihre Leitung zu berücksichtigen.